
Im Januar 2026 haben die Europäische Union und Indien die Verhandlungen zu einem lang erwarteten Freihandelsabkommen (FTA) abgeschlossen. Das Abkommen ist noch nicht in Kraft und muss auf beiden Seiten formell ratifiziert werden. Nach Umsetzung wird jedoch erwartet, dass Zölle auf mehr als 96 % der EU-Exporte nach Indien reduziert oder abgeschafft werden.
Für international aktive Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Entwicklung bereits heute strategisch relevant.
Nicht weil das Abkommen schon gilt, sondern weil die entscheidende Vorbereitungsphase bereits begonnen hat.
Freihandelsabkommen verändern Märkte selten sofort. Sie verändern zunächst die strategische Planung in Unternehmen.
In Gesprächen mit Hauptsitzen und regionalen Führungsteams von DACH-Unternehmen zeigt sich zunehmend: Indien wird häufiger als Bestandteil der zukünftigen Asien-Positionierung betrachtet, insbesondere in Branchen wie
Unternehmen, die Markteintrittsoptionen, Produktionspartnerschaften oder Lieferkettenstrukturen prüfen, nutzen die Phase zwischen Verhandlungsabschluss und Inkrafttreten typischerweise zur organisatorischen Vorbereitung.
Nach Angaben der Europäischen Kommission wird erwartet, dass das Abkommen nach Inkrafttreten Zölle auf den Großteil der EU-Exporte nach Indien reduziert und regulatorische Marktzugangsbedingungen verbessert.
Die Kommission schätzt, dass europäische Unternehmen dadurch langfristig jährlich rund 4 Milliarden Euro an Zöllen einsparen könnten.
Gleichzeitig zählt Indien zu den größten und am schnellsten wachsenden Industriemärkten weltweit, mit zunehmender Bedeutung in den Bereichen Fertigung, Engineering und technologiegetriebene Wertschöpfung.
Verbesserte Rahmenbedingungen allein entscheiden jedoch nicht über Markterfolg.
Entscheidend ist die operative Umsetzung.
Erfahrungen aus internationalen Markteintrittsprojekten zeigen: Führungs- und Organisationsentscheidungen beginnen häufig bereits vor regulatorischen Veränderungen.
Unternehmen prüfen in dieser Phase typischerweise
Organisationen, die diese Schritte frühzeitig vorbereiten, sind häufig besser positioniert, sobald neue Rahmenbedingungen wirksam werden.
Der Abschluss der Verhandlungen zum EU-Indien-Freihandelsabkommen folgt zeitlich auf die Unterzeichnung des EU-Australien-Freihandelsabkommens. Beide Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit einer vertieften wirtschaftlichen Zusammenarbeit der EU mit wichtigen Partnerregionen im Indo-Pazifik.
Für international aktive DACH-Unternehmen kann dies Auswirkungen auf die zukünftige regionale Strukturierung in Asien und ANZ haben.
Typische strategische Fragestellungen umfassen dabei:
Diese Fragen entstehen häufig bereits vor Inkrafttreten entsprechender Handelsabkommen.
Indien verfügt über starke industrielle Ökosysteme, einen großen Talentpool und regional differenzierte Marktstrukturen. Gleichzeitig hängt nachhaltiger Markterfolg maßgeblich davon ab, wie gut Unternehmen Erwartungen des Headquarter-Managements mit lokalen Umsetzungskompetenzen verbinden.
Unternehmen, die eine Marktpräsenz aufbauen oder erweitern möchten, berücksichtigen häufig frühzeitig drei zentrale Faktoren:
Lokale Marktkompetenz
Regionale Marktmechanismen und regulatorische Anforderungen beeinflussen Geschwindigkeit und Stabilität des Markteintritts.
Kulturelle Anschlussfähigkeit
Effektive Führung entsteht aus dem Zusammenspiel zwischen globalen Entscheidungsstrukturen und lokalen Arbeitsrealitäten.
Langfristige organisatorische Perspektive
Nachhaltige Marktpräsenz basiert meist auf stabil aufgebauten lokalen Strukturen.
Departer unterstützt international aktive Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Aufbau von Führungsstrukturen in Indien sowie in der erweiterten MEAI-Region (Middle East, Africa & India).
In vielen Fällen beginnt diese Zusammenarbeit genau in der Phase, in der sich Unternehmen aktuell befinden:
der Phase zwischen politischem Verhandlungsabschluss und operativer Umsetzung verbesserter Marktzugangsbedingungen.
Denn in internationalen Expansionsprojekten beginnt organisatorische Vorbereitung häufig früher als regulatorische Veränderung.
Wenn Indien Teil Ihrer internationalen Expansionsstrategie wird, freuen wir uns über den Austausch mit Ihnen.

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